Pädagogisches Konzept

Konzept der naturorientierten Kindergartengruppe

Aufgrund der seit 2010 gemachten überaus positiven Erfahrungen mit unseren regelmäßig veranstalteten Waldtagen im Park Links der Weser und der Nachfrage der Kinder und Eltern der Kindergruppe He du da nach einer weitergehenden Naturorien-tierung haben wir uns mit dieser Thematik intensiv beschäftigt, und es hat sich der unbedingte Wunsch nach einer „Waldgruppe“ herausgebildet, die schließlich im August 2013 ins Leben gerufen wurde. Im Folgenden werden einzelne Aspekte unserer Planung kurz dargestellt.

1. Pädagogische Ziele
Schwerpunkt unserer Arbeit ist seit längerem die Gesundheitsförderung mit den Bereichen Ernährung, Bewegung (Anerkannter Bewegungskindergarten seit 2010) und Naturerfahrung. Hier besteht u.E. der größte Handlungsbedarf. Die Lebenssituation unserer Kinder hat sich immer mehr verändert. Die Kinder wachsen heute in einer reizüberfluteten Umwelt auf, kennen sich mit Fernseher und Computer aus, wissen jedoch sehr wenig von Abläufen in der Natur. Die Kinder sitzen viel und bewegen sich insgesamt sehr viel weniger als noch vor einigen Jahren. Dadurch kommt es schon bei den Kleinsten immer mehr zu Haltungsschäden. Außerdem sind sie vermehrt anfällig für Infektionskrankheiten und Allergien.
Die Kinder sind häufig und vermehrt verhaltensauffällig, überbehütet und unselbstständig in der Lebenspraxis, in der Wahrnehmung reduziert, in der Bewegungsgeschicklichkeit sowohl grob- als auch feinmotorisch unterentwickelt und oft sprachgestört.
Der Aufenthalt in der Natur stärkt und stabilisiert in besonderer Weise die kindliche Entwicklung. Die Kinder erleben die Natur und deren Bedeutung – sie erfahren sich als Teil des Ganzen. Noch im Erwachsenenalter werden die Kinder durch die Erfahrungen, die sie mit der Natur gemacht haben, geprägt sein. Sie werden diese lieben, achten und schützen. Die Natur ist der ideale Bewegungs- und Bildungsraum für die Kinder und entspricht in besonderer Weise dem ganzheitlichen Ansatz. Hier werden in selbstverständlicher Weise nicht nur Bewegung und körperliche Aktivitäten der Kinder gefördert (ohne Reizüberflutung, überheizte Räume und Lärmbelästigung, wie sie oft in geschlossenen Räumen entsteht), sondern u.a. ebenso Phantasie, soziales Verhalten, Kreativität und Wahrnehmung geschult.
Überprüfbare Ziele in der nachhaltigen Bildungsarbeit in der Natur mit den Kindern sind:

  • Übernahme von Verantwortung für die Natur
  • Schärfung des Naturbewusstseins
  • Sensibilisierung für Vorgänge, die in der Natur und auch bei uns selbst ablaufen
  • Stärkung des körperlichen und seelischen Gleichgewichtes
  • Stärkung der Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Kreativität, Fantasie und Intuition
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit
  • Förderung sozialen Lernens
  • Die Möglichkeit freier Bewegung „ohne Wände“, Ausleben des natürlichen Bewegungsdranges
  • Förderung von Kraft und Ausdauer
  • Stressabbau, Aggressionsabbau, Besserung von Verhaltensauffälligkeiten
  • Förderung des Wahrnehmungsvermögens
  • Förderung der gesamten Fein- und Grobmotorik und der Sinne
  • Stärkung des Immunsystems
  • Prävention (z.B. Adipositas, Allergien, stressbedingte Krankheiten, Haltungsschäden, LRS, Sucht)

Wir möchten unseren Kindern verstärkt dieses Angebot machen, indem wir mit ihnen regelmäßig nach draußen in die Natur gehen. Ein hervorragend geeigneter Ort dafür ist der Park Links der Weser, mit dem bereits eine Kooperation besteht. Der Verein Park Links der Weser hat zum Ziel, die Grünflächen zwischen Grolland und Huchting in der Ochtumniederung als Naturraum zu sichern und sie in einen Landschaftspark umzuwandeln. Neben dem Naturschutzaspekt ist dabei ein wichtiges Leitbild, diesen inzwischen sehr vielfältigen Landschaftsraum als Naherholungsgebiet nutzbar und erlebbar zu machen. Der Verein arbeitet u.a. auch mit der Grundschule Grolland und Arbeit &Ökologie zusammen, um insbesondere Kindern die Natur nahe zu bringen.

Das Gelände ist geprägt durch Weide und Grünlandwirtschaft mit Gräben, Teichen, Flachwasserzonen. Dazu gehören: ein Netz aus Rund- und Wanderwegen, Baumreihen zur Gliederung, Insekten-, Fledermaus- und Vogelnisthilfen sowie Waldstücke und Ruderalwildnis, wo sich ausgewählte Bereiche sehr gut als unterschiedliche Aktions- und Erlebnisflächen für Kinder eignen.
Der Park ist für die Eltern gut zu erreichen, und bietet alles, was in unserem Naturkonzept vorgesehen ist, auch in Verbindung mit dem im Bremer Rahmenplan für frühkindliche Bildung geforderten Bildungsbereichen. So haben wir zum Beispiel im Bereich Musik Naturinstrumente entdeckt und gebaut, im Bereich Kreativität Mandalas mit Naturmaterialien gelegt, Baumgesichter aus Ton hergestellt, im Bereich Bauen selbst Werkzeuge hergestellt, ein Waldsofa und eine Waldwippe gebaut etc. Der Bereich Forschung, Sprache, Soziales/Kommunikation und Bewegung lassen sich in der Natur ebenso gut – wenn nicht sogar noch besser – erleben.

2. Was uns wichtig ist

A) Leitgedanken
Nur, wenn das Kind die Natur als vertraut und wertvoll erlebt, wird es diese als Erwachsener auch schützen und erhalten wollen.

Möglich wird und ist auch Ziel:
… mit allen Sinnen elementare Grunderfahrungen machen
… eigenaktives Lernen ohne Spielzeug überwindet Ängste und macht selbstbewusst
… Achtsamkeit erleben, das echte Leben erfahren, lebendige Umgebung berühren,
.   bewusstes Lernen mit Herz, Kopf und Hand
… Stille erleben und innere Ruhe finden
… Gemeinschaft erfahren und pflegen, aufeinander angewiesen sein, z.B. beim Bach
.    stauen, Hütten bauen
… natürliche Bewegung ermöglichen
… Feuer, Wasser, Luft und Erde als natürliche Elemente erfahren und Gefahren erkennen
… die Natur als Lernraum ohne Wände mit natürlichen (Gefahr-)grenzen erleben,
.   freudiges Lernen erleben
… Lebenspraxis selbstverständlich erlernen
… sich als Teil der Mitwelt erleben, Respekt vor allen anderen Lebewesen erkennen

B) Bild vom Kind
• Kinder brauchen Platz für raumgreifende Bewegungsabläufe
• Sie realisieren über Körpererfahrungen Selbsterfahrung.
• Sie sind kreativ und fantasievoll.
• Sie wollen in der Natur autonom interpretieren und agieren.
• Sie haben das Bedürfnis, Spuren zu hinterlassen.
• Sie haben Anspruch auf sinnvolle Aktivitäten (lebenspraktischer Ansatz).

C) Rahmenbildungsplan
Naturorientierte Kindergärten orientieren sich am Bildungsauftrag des Regel-Kindergartens. Die Lerninhalte werden lediglich in einer anderen äußeren Form angeboten. Hier Beispiele zu den einzelnen Bildungsbereichen des Rahmenplans:

• Musik /Rhythmik
. Gemeinsames Singen, Instrumente aus Naturmaterialien bauen, Asttrommeln .
. entdecken, Klanggeschichten entwickeln
• Spiel und Fantasie
. Stöcke und Äste als Schwerter benutzen, Spielzeug aus Naturmaterialien herstellen,
. Baumscheiben als natürlicher Baustein benutzen
• Sprache und Kommunikation
. Morgenkreisbegrüßung – Wir sind hier Gäste, Begrüßungswaldlied, Anwesenheit, Wir
. horchen, als Stilleübung, Geschichten erzählen, Regelbesprechung, lesen.
. Tischsprüche, z.B. “Erde, die uns dies gebracht, Sonne, die es reif gemacht – liebe Sonne,
. liebe Erde euer nie vergessen werde.“ (Christian Morgenstern)
• Soziales Lernen
. Im lebenspraktischen Ansatz lernen die Kinder vor allem Verantwortung für sich und . andere zu übernehmen. Sie erlernen Fähig- und Fertigkeiten, die ihnen helfen, ihr Leben . gemeinsam mit der Gruppe zu bewältigen.
• Körper und Bewegung
. Das Klettern und Balancieren auf Bäumen, Ästen und in Gebüschen ist erwünscht und
. wird dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht. Außerdem flexible
. Seilgärten/Slackline. Besonders wichtig: gesunde Ernährung und Umwelterziehung.
• Natur und Umwelt
. Wir erleben die Natur mit ihren Jahreszeiten unmittelbar und in ihren unterschiedlichen
. Qualitäten. Die wärmende Sonne, die raschelnden Blätter, der feuchte Nebel und die
. eisigen zugefrorenen Felder im Winter, ebenso den Regen mit den Pfützen und den
. Schnee als tolles Baumaterial. Die Kinder werden zu Spurensuchern, sie erleben die Tiere
. und Pflanzen hautnah…. Wir keschern und erleben Wassertiere, wie den Frosch, die
. Wasserspinne oder die Posthornschnecke.
• Bauen und Gestalten
. Wir bauen gemeinsam eine Feuerstelle, ein Waldsofa mit Wetterschutz, Dinge zum
. Sitzen und Spielen. Geplant ist die Herstellung von Spielzeug aus natürlichen
. Materialien, von Naturpinseln zum Malen. Unsere Farben werden aus Blüten, Blättern,
. Erden, Beeren und Sand hergestellt. Wir sammeln Kastanien, Eicheln, Blätter, Blüten,
. Steine und erleben uns als Künstler, wenn wir z.B. ein Mandala daraus legen.

D) Schulfähigkeit
Die Natur bietet ideale Voraussetzungen bezogen auf körperliche und geistige Gesundheit (insbesondere durch vielfältige Bewegungsmöglichkeiten).
Auch in der kognitiven Entwicklung bietet der Wald optimale Förderanlässe. Beobachtungen von Tieren und Pflanzen, Sammeln und Ordnen von Materialien sowie das Experimentieren mit diesen stärkt die emotionale Ausgeglichenheit.

Der Naturkindergarten mit seiner Struktur, dem Konzept und natürlich der Kreativität der Erzieherinnen, bietet die Möglichkeit, alle Basiskompetenzen – auch für die Schule – zu fördern.
Beispiel: Mengen und Zahlen
• Kein vorgefertigtes didaktisches Material, sondern Äste /Stämme /Zweige sind auf Länge
. zu messen
• Bau einer Wippe – Verteilung von Gewichten
• Mit Kastanien kann man rechnen, Mengen erfassen, zählen
• Sind dort mehr und weniger Bäume hier als dort?
• Zählen von Baumringen: Wie alt ist ein Baum?
• verschiedene Formen entdecken durch den Bau eines Mandalas, durch Blattformen usw.
• Wie viele Kinder brauche ich, um den Umfang eines Baumes zu messen?

E) Regeln und Gefahren

  •  Kinder bleiben in Hör– und Sichtweite –Trillerpfeife als Signal zum Zurückkehren und Finden der Gruppe am
  • Treffpunkt.
  • Warnwesten werden angezogen.
  • Tiere und Pflanzen werden angeschaut/beobachtet, aber nicht geschlagen oder zerstört.
  • Umgang mit Werkzeugen wird unter Aufsicht von Erwachsenen erlernt. Die Kinder sind verantwortlich, Werkzeuge
    und andere Materialien an ihren angestammten Platz zurück zubringen.
  • An Gewässer, Teich u.Ä. geht es nur unter Aufsicht der Erzieher.
  • Unseren Müll nehmen wir mit.
  • Wir gehen nicht mit fremden Joggern oder Spaziergängern mit. Hunde und andere Tiere werden nicht gestreichelt.
  • Es werden keine Beeren, Pflanzen oder Pilze gegessen. Tierhöhlen und Brutplätze werden nicht bespielt.
  • Mit Stöcken und Ästen gehen wir vorsichtig um! Bei Spaziergängen oder im Waldsofa hat niemand einen Stock in der Hand!

F) Tagesablauf

7.00 – 8.20     Bringen
8.30 – 9.00     Frühstück und Abwaschen, Toilettengang und Zähneputzen
9.00                 gemeinsamer Morgenkreis mit Singen/Lesen/Erzählen
9.30 – 12.30   Freispiel, Angebote (Werkeln, Bauen, Sammeln, Beobachtungen im Park,
.                        Spaziergänge, Bücherei)
12.30 – 13.30 Mittagessen und Abwaschen, Toilettengang und Zähneputzen
13.30 – 15.00 Abholen

3. Extreme Wetterlagen

Bei Unwetterwarnungen bzw. extremen Wetterlagen (z.B. Orkan, Starkregen, Starkschneefall, Hitze, extreme Kälte, Ozonwarnungen, Gewitter/Unwetter) sowie bei Waldbrandgefahr bleibt die Gruppe im Haupthaus. Unter steter Beachtung der Wetterdienste kann dieses gut organisiert werden, die Eltern werden in so einem Fall informiert und bringen ihre Kinder in das Kindergartenhaupthaus.
Falls ein Unwetter oder anderes Wetterereignis nicht vorhergesagt wurde und die Gruppe überrascht, könnten die Kinder im Bauwagen und im Vereinsheim Unterschlupfmöglichkeiten finden. Das richtige Verhalten bei Gewitter wird mit den Kindern überdies geübt.

4. Personal
In unserer Außengruppe arbeiten zwei pädagogischen Fachkräften (zurzeit ein Erzieher und eine Erzieherin). Beide Fachkräfte haben sich bereits intensiv mit der Waldpädagogik beschäftigt und sind diesbezüglich fortgebildet. Außerdem wird die Gruppe von einem FSJ-ler unterstützt.

5. Erste Hilfe
Vor Ort ist ein Erste-Hilfe-Kasten installiert , für die Wege in den Park wird unsere Erste-Hilfe Tasche mit Notfalllisten/Rufnummern mitgeführt. Beide Erzieher sind in Erste-Hilfe geschult wie vorgeschrieben. Über weitere Gefahren im Wald z.B. Insektenstiche, Fuchsbandwurm, Zecken, Klettern, Stöcke, Unfallgefahren, Wasserstellen werden sowohl die Eltern als auch die Kinder aufgeklärt, und es werden Regeln vereinbart um Unfällen und Infektionen vorzubeugen. Die Giftnotrufnummer haben wir parat, die Erzieher sind geschult im Erkennen von Giftpflanzen. Außerdem gehören ein Handy und ein Kraftfahrzeug am Vereinsheim zu unserer Ausrüstung, ebenso wie eine Trillerpfeife und Bestimmungsbücher.
Unser Aufenthaltsgelände befindet sich in der Nähe des Vereinsheims bzw. unserer Wiese und ist im akuten Notfall auch per Rettungswagen erreichbar.

6. Umgang mit Lärmbelastung
Der Park Links der Weser befindet sich im Stadtteil Huchting/Grolland. Das Gelände für unsere naturorientierte Kindergartengruppe befindet sich leider in unmittelbarer Nähe der Ein- bzw. Abflugschneise des Flughafens. Auch wenn mit Ausnahme des Flugverkehrs von sonstigem Verkehrslärm im Park selbst kaum etwas zu hören ist, so bringen die startenden bzw. landenden Flugzeuge leider doch erheblichen Lärm mit sich (mit am Standort gemessenen Spitzenwerten bis zu 90dBA). Auch wenn die meisten Kinder unserer Einrichtung den Fluglärm kennen und sich z.B. auch nicht sichtbar erschrecken, stellt der Fluglärm eine Belästigung und eine gesundheitliche Belastung dar (z.B. schlechtere Kommunikation, Stress und dessen Folgen). Darauf werden die Eltern u.a. mit den Ausführungen hierzu in diesem Konzept hingewiesen und uns vorliegende Informationen (Ergebnisse der Lärmmessstellen im Park, Flugpläne, Infos des Gesundheitsamts und der WHO etc.) dazu weitergeben.
Zu der konkreten Belastungssituation (niedrige Hintergrund-Lärmbelastung und hohe Spitzenpegel bei Kindern im Wachzustand) liegen jedoch keine konkreten Studien über die gesundheitlichen Risiken vor. Allgemein kommen Studien zur Belastung von Kindern durch Fluglärm zu dem übereinstimmenden Ergebnis, dass Fluglärm mit einer erhöhten Belästigung exponierter Kinder assoziiert ist. Der Fluglärm kann Auswirkungen auf das Lang- und Kurzzeitgedächtnis haben, er kann zu einem Anstieg von Stresshormonen und von Blutdruckwerten führen. Dem gegenüber stehen allerdings die positiven gesundheitlichen Auswirkungen eines naturorientierten Arbeitens in freier Natur wie oben beschrieben.
Im Park und auch am Standort der Unterkunft selbst ist ein Lärmschutz durch Gebäude o.ä. nicht in relevantem Umfang möglich. Daher setzen wir zur Reduzierung der Lärm-belastung folgende Maßnahmen um:
• Die Kinder befinden sich nicht an allen Tagen in der Woche im Park.
• Die Unterkunft selbst befindet sich außerhalb der Schutzzone, hier und auf den Wiesen
darum herum ist der Hauptaufenthaltsort für die Kinder an den Waldtagen.
• Der Aufenthalt innerhalb der Schutzzone ist zeitlich begrenzt und nur dann, wenn
längere Abstände zwischen den Starts bzw. Landungen der Flugzeuge bestehen.

7. Essensversorgung
Die Versorgung mit Mittagessen erfolgt durch unsere eigene Küche im Haupthaus, das Essen wird also warm angeliefert. Das Frühstück bereiten wir mit den Kindern vor Ort zu.

8. Zusammenarbeit mit Eltern
Neben der regulären Elternarbeit (LED, Tür- und Angelgespräche etc.) ist hier besonders die Aufklärung der Eltern über mögliche Gefahren und über geeignete Kleidung bzw. Ausrüstung wichtig. Dazu kommen gesundheitliche Aspekte wie chronische Erkrankungen und Allergien sowie Impfungen.
Folgende Punkte sind uns hierbei wichtig:
• Wettergeeignete Kleidung (Zwiebelschalenprinzip)
• Zu jeder Jahreszeit tragen die Kinder langärmelige helle Oberbekleidung und lange
Hosen (Dornen, Stacheln, Zecken, Insektenstiche usw.)
• Geschlossenes, festes Schuhwerk mit rutschfester Sohle, keine Sandalen.
• Bei Regenwahrscheinlichkeit Gummistiefel oder wasserdichte Wander- bzw.
Trekkingschuhe, im Winter gefüttert
• Sonnenschutz
• Isomatte
• gut sitzender Rucksack
• Die Grundsätze hinsichtlich Krank- und Gesundschreibung gelten wie im
Regelkindergarten.
• Information zum Thema Zecken und die Eltern sollten ihre Kinder abends nach Zecken
oder Hautrötungen etc. absuchen.
• Süßigkeiten und süße Getränke sollten nach Möglichkeit nicht mitgegeben werden. In
den Sommermonaten sollte wegen der Wespengefahr zudem auf Obst und Wurst
verzichtet werden.
• Ein Paar Ersatzstrümpfe und zwei Gefrierbeutel in Fußgröße
• Thermosflasche ohne Glaseinsatz. Sämtliche Trinkgefäße dürfen keine größeren
Öffnungen haben, damit keine Wespen und andere Insekten hineinfliegen können.

Was uns besonders wichtig ist:
Eine Erziehungspartnerschaft zu pflegen, die den Gedanken der Waldpädagogik trägt, mit allem was dazu gehört!

9. Regeln
Zur Vermeidung von Gefahren haben wir außerdem folgende Regeln als grundsätzliche Verhaltensmaßnahmen im Wald mit den Kindern vereinbart:
• Die Kinder bleiben in Sicht- bzw. Hörweite. Vereinbarte Aufenthaltsbereiche dürfen
ohne Rücksprache mit den Erzieherinnen nicht verlassen werden. Wenn auf der
Trillerpfeife gepfiffen wird, kommen alle zu den Erziehern.
• Es dürfen grundsätzlich keine Waldfrüchte (Beeren, Gräser, Pilze u. ä.) in den Mund
gesteckt bzw. gegessen werden.
• Es wird kein Wasser aus stehenden oder fließenden Gewässern getrunken.
• Zahme Wildtiere, Kadaver und Kot dürfen nicht angefasst werden.
• Auf feuchten oder bemoosten Baumstämmen wird nicht balanciert.
• Stöcke werden nicht in Gesichtshöhe gehalten. Es wird nicht mit einem Stock in der
Hand gerannt. Keine Stoßbewegung in Richtung anderer.
• Es wird nur auf von den Erzieherinnen ausgewiesenen Bäumen geklettert.
• Der Aufenthalt im gekennzeichneten Bereich von Waldarbeiten ist verboten.
• Geklettert wird grundsätzlich ohne Rucksack.
• Holzstapel werden weiträumig gemieden. In deren Nähe wird nicht gespielt. Auf gefälltem, aufeinander liegendem Holz wird weder gespielt noch gewippt.
• Hochsitze und Sitzleitern dürfen nicht bestiegen werden.
• Tiere, die zur Beobachtung gefangen werden, bleiben nur für kurze Zeit in dem Beobachtungsbehälter, und werden am Fundort wieder ausgesetzt.
• Bäume und Sträucher werden nicht verletzt, blühende Pflanzen i.d.R. nicht gepflückt, wildlebende Tiere nicht verfolgt.
• Im Wald wird kein Müll zurückgelassen.